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Fußball-Nachlese:
Intensive Hallensaison fast beendet (16.01./21:45) Nachlese: JFG Neuburg absolvierte Mammutprogramm mit Bravour / TSV Rain ärgert sich über eigene Unzulänglichkeiten
Kollektives durchatmen bei der Junioren-Fördergemeinschaft (JFG) Neuburg, die seit dem 27. Dezember im Dauerstress war und nun alle geplanten Veranstaltungen in der für sie (fast) abgeschlossenen Hallensaison über die Bühne gebracht hat. Während der 2. Neuburger Hallentage wurden 16 Turniere durchgeführt, in denen man 165 Mannschaften und rund 3600 Zuschauer in der Ostendhalle begrüßen konnte sowie 112 ehrenamtliche Helfer im Einsatz hatte. Am vergangenen Samstag folgte dann ein krönender Abschluss: Die Bayerische U15-Hallenmeisterschaft. Für Organisationsleiter Christian Karrer und seinem eifrigen Team nochmals eine echte Herausforderung. Bei diesem Event waren nochmals 40 Helfer im Einsatz.
Schon um elf Uhr wurden rund 150 Aktive in der Aula der angrenzenden Ostendschule mit einem Mittagessen verköstigt. Anschließend konzentrierte man sich auf den sportlichen Betrieb in der Ostendhalle, bei dem man auch gefordert war. Immer wieder musste die eigens für dieses Turnier vom Verband mitgebrachte Rundumbande fixiert werden, was auch die JFG übernahm. Zudem „bewachte“ ein Ordnungsteam den langen Korridor bei den Umkleidekabinen und den Aufgang zur Empore, um ungebetene Gäste in Griff zu bekommen. Zu Turnierbeginn musste man dann auf der Zuschauertribüne resolut Eingreifen, um ein unpassendes Transparent inklusive der dazugehörigen „Schmierfinken“ zu entfernen. Im Vorfeld wurde die Turnierleitung von ihrer angestammten Kabine auf die Empore verlagert, was ebenso reibungslos klappte, wie auch die Betreuung der Zuschauer und Gäste im Gastro- und VIP-Bereich. Von Seiten der hochrangigen Funktionäre erhielt die JFG auch viel Lob. Peter Busy, vom Verbandsjugend-Ausschuss und eingesetzter Turnierleiter, sprach von einer „professionellen Organisation und einem perfekten Ablauf“. Auch der Hauptsponsor der Veranstaltung, E.ON Vertrieb Bayern, war sehr zufrieden. Deren Repräsentant Rainer Mendel überreichte zu Beginn der Siegerehrung JFG-Boss Sepp Dünstl als Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit einen kompletten Trikotsatz. Dünstl durfte sich aber noch über einen nagelneuen EM-Ball freuen, dem ihm Verbandsjugendleiter Karl-Heinz Wilhelm überreichte. Lobende Worte konnte er auch vom Regensburger Urgestein Edi Ipfelkofer – seit fast fünf Jahrzehnten der Spielleiter der Juniorenabteilung – einheimsen, der ihm einen Jahn-Vereinswimpel überreichte. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Teilnahme des SSV Jahn Regensburg beim 1. JFG-Sommercup am 18./19. und 25. August mit drei Jahrgangsmannschaften (U17/U15/U13) zementiert.
Freuen durfte sich aber auch der TSV Fischach. Dem Augsburger Nordwest-Kreisklassisten wühlten mehrere Wildschweine im Spätherbst das Hauptspielfeld auf. Nur durch den couragierten Einsatz von einigen fleißigen ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern konnte man den hohen Schaden wieder einigermaßen ausbügeln. Für dieses tolle Engagement konnte der TSV-Vorsitzende Uwe Bienert einen kompletten Trikotsatz von E.ON Vertrieb Bayern in Empfang nehmen. Eine nette Geste. Eine Bereicherung für das Turnier war sicherlich auch der eingesetzte Moderator. Kai Friedrich, beim Burgkirchener Radio-Sender „Inn-Salzach-Welle“ tätig, lieferte viele Infos, was sich dem hohen Niveau der 18 Begegnungen nahtlos anpasste.
Viele Talentspäher anwesend Blickte man durch die Zuschauerränge, so wurden auch einige Talentspäher von Fußball-Bundesligisten erkannt. Geoutet haben sich offizielle Vertreter des FC Augsburg, der TSG 1899 Hoffenheim, FSV Mainz 05, SC Freiburg und des VfB Stuttgart. Auch der Langenmosener DFB-Spielervermittler Michael Koppold war anwesend und konnte einige Einträge in sein Notizheft machen. Der Verbandsjugendausschuss sah diesen Personenkreis jedoch sehr skeptisch, gerade mit dem Hintergrundwissen, dass viele talentierte Spieler zu früh unter Vertrag genommen werden. Man denke hier nur an die aktuelle, bundesweite Diskussion über 13-Jährige, die von Profiklubs aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen werden.
Terminabsprachen nötig Zeitgleich zur Bayerischen U15 in Neuburg fanden in Günzburg (90 Kilometer) und Manching (25 Kilometer) die Endrunden zu den schwäbischen und oberbayerischen Bezirksmeisterschaften der Herren statt. In Rennertshofen (18 Kilometer) wurde ein Vorrundenturnier zur Kreismeisterschaft der U11-Junioren mit 16 Mannschaften ausgetragen. Eine Terminüberschneidung, die für keine Veranstaltung förderlich war und sicherlich auch den einen oder anderen Zuschauer kostete. Wünschenswert wäre hier sicherlich eine rechtzeitige Absprache innerhalb des Verbandes. Der eine oder andere U15-Trainer hätte ohnehin nichts dagegen, wenn die Bayerischen Junioren-Titelkämpfe erst Ende Januar, also unmittelbar vor dem Beginn der Freiluft-Vorbereitung, stattfinden würden.
In Günzburg war mit dem TSV Rain auch ein Vertreter aus der Region am Start. Nach einer überzeugenden Vorstellung im Viertelfinale – 6:0-Sieg gegen den Bezirksoberligisten TSV Marktoberdorf – hatte man im Halbfinale sich selbst das Leben schwer gemacht und schied nach einer 3:4-Pleite gegen den Bezirksoberligisten SV Mering absolut unnötig aus. Ärgerlich für die zahlreichen Rainer Anhänger war vor allem die Art und Weise, denn man leistete sich im Defensiv-Bereich individuelle Fehler die zu Gegentoren führten und hatte in der Schlussphase beste Einschussmöglichkeiten nicht nutzen können. Zwar hatte Merings Torhüter Adrian Wolf, er kam zu Saisonbeginn aus den Bayernliga-U19-Junioren der TSG Thannhausen und wurde auch zum besten Torhüter des Turniers gewählt, einen sensationellen Tag erwischt, doch mindestens zweimal hätten die Rainer Aktiven ihn überwinden müssen. Ins Bild passte dann auch noch eine Rote Karte für TSV-Keeper Kevin Maschke, der sich nach dem Schlusspfiff gegen jubelnde Meringer Spieler zu einer Tätlichkeit hinreißen ließ. Somit wird der Stammkeeper der Bayernliga-Truppe sicherlich in den ersten Pflichtspielen fehlen. Nur gut, dass Routinier Sascha Jöckel wieder fit ist. Die knapp 1500 Zuschauer (tausend zahlende) in der Rebayhalle kamen jedoch auf ihre Kosten, denn die Stimmung steigt bekanntlich immer dann, wenn ein Favorit ausscheidet. Im Endspiel trafen die Meringer auf die zweite Mannschaft des FC Augsburg, der man sich im Siebenmeterschießen mit 7:8 (3:3) beugen musste. Somit ist der FCA nun mit sechs Turniersiegen alleiniger Rekordhalter, denn der TSV Schwaben Augsburg brachte es seit der Premiere der „Schwäbischen“ im Jahr 1980 auf fünf Erfolge. Unter den Gästen war auch FCA-Präsident Walter Seinsch, der sich auch darüber gefreut haben dürfte, dass sein Angreifer Dominic Robinson zum besten Turnierspieler gewählt wurde. Erfolgreichster Torschütze war der Ex-Rainer Anil Zambak, der für Mering fünf Mal traf.
Zwei Neuburger im Finale Aus Neuburger Sicht gab es auch Grund zur Zufriedenheit, denn Schiedsrichterin Marietta Menner leitete das Endspiel im Wettbewerb der Frauen. Hier gewann der FC Memmingen mit 5:2 über das Überraschungsteam des FC Augsburg. Ebenfalls im Einsatz war Stefan Treiber, der bei den Herren neben einem Viertelfinalspiel auch das Finale gut leitete.
Fußballerische Magerkost war am Sonntag in der Ostendhalle beim Herrenturnier des BSV Neuburg geboten. Vielleicht war man auch durch die tollen und hochklassigen Jugendturniere im Vorfeld etwas verwöhnt, denn die Unterschiede waren tatsächlich sehr groß. Hinzu kommt aber auch die fehlende Einstellung vieler Akteure. Hier war besonders BSV-Coach Jürgen Keimeleder mächtig angefressen, denn einer seiner Schützlinge erschien zum vereinbarten Treffpunkt nicht. Bei einigen Anderen – quer durch alle Teilnehmer – hatte man eher den Eindruck, als wären sie von der Disco direkt in die Halle gegangen. Hinzu kam auch noch, dass man ohne komplette Rundumbande spielte. Hier wurden die technischen Mängel oder Unkonzentriertheiten der Spieler noch schonungsloser aufgedeckt, denn der Ball prallte nicht von der Torbande zurück ins Spielfeld, sondern ging ins Aus. <
Änderungen im Totopokal auf Kreisebene wird (16.01./10:20) Bereits in der laufenden Saison finden die ersten beiden Spielrunden statt / Vereine müssen sich melden
Im Jahr 2012 ändert der BFV-Kreis Augsburg die Terminierung des Totopokals. Der Verband schreibt vor, den Kreissieger bis zum Wochenende 18./19. August zu ermitteln. Nachdem es zudem ein langjähriges Anliegen der Vereine ist, nicht allzu früh nach der Sommerpause mit den Pokalspielen zu beginnen, strebt der Kreis Augsburg auf Empfehlung des schwäbischen Bezirksspielausschusses eine Entzerrung des Terminkalenders an. Deswegen werden zwei Runden des Pokals bereits im laufenden Spieljahr durchgeführt. Bis jetzt wurden jedes Jahr acht Runden bis zum Kreismeister gespielt, die 2012 wie folgt verteilt würden:
Runde 1: Ostermontag, 9.4.2012, 15.00 Uhr Runde 2: Mittwoch, 25.4.2012, 18.15 Uhr
Runde 3: Mittwoch 18.7.2012, 15.00 Uhr (mit Vereinen ab Bezirksliga) Runde 4: Mittwoch, 25.7.2012, 18.30 Uhr Runde 5: Mittwoch, 01.8.2012, 18.30 Uhr Runde 6: Mittwoch, 08.8.2012, 18.30 Uhr Runde 7: Mittwoch, 15.8.2012, 15.00 Uhr Runde 8: Wochenende 18./19.8.2012
Da noch nicht eingeschätzt werden kann, wie viele Vereine sich unter den veränderten Bedingungen am Pokal beteiligen wollen, muss diese Planung vorläufig sein. Die Teilnahme erfolgt aufgrund der terminlichen Zwänge erstmals nicht über den digitalen Meldebogen des BFV, sondern formlos über das BFV-Postfach bei Kreisspielleiterin Gabriele Ullersberger. Aufgrund der zurückliegenden Feiertage zum Jahreswechsel und der Anregung einiger Vereine wird die Meldefrist bis 31.01.2012 verlängert. Spätere Anmeldungen können nicht mehr angenommen werden, weil ohne stimmige Meldezahlen nicht zuverlässig geplant werden kann. <
Alarmierende Zahlen (08.12./23:09) In der Vorrunde der Saison 2011/12 wurden 43 Mannschaften im Kreis Augsburg vom Spielbetrieb abgemeldet
Eine noch nie dagewesene Welle von Mannschaftszurückziehungen aus dem Spielbetrieb musste der Kreis Augsburg von September bis November dieses Jahres hinnehmen. Vornehmlich bezieht sich diese negative Entwicklung auf den Nachwuchsbereich. Die zuständigen Spielleiter sind mehrheitlich überrascht und auch etwas sprachlos, denn bislang wurden innerhalb von knapp drei Monaten noch nie (!) so viele Teams abgemeldet, wie aktuell. „Wir wissen zwar, dass die geburtenschwachen Jahrgänge größere Probleme verursachen werden, doch das diese jetzt schon derart durchschlagen, ist etwas überraschend“, so Jugendspielleiter Siegfried Segnitzer, der für den Bereich Augsburg-Nord zuständig ist. Doch alleine dieser Grund wird es sicherlich nicht sein. Viele Vereine haben auch enorme Probleme, um geeignete Trainer und Betreuer für diesen zeitaufwendigen und verantwortungsvollen Job zu finden. Auf deren Qualifikation wird ohnehin nur in den seltensten Fällen geachtet. Neben den fehlenden Trainern und Betreuern liegt es auch sehr viel an der Einstellung der Kids und Jugendlichen, was sehr viele Vereinsverantwortliche beklagen. „Man darf viele Jungs gar nicht mehr kritisieren – nicht einmal bei größeren Verfehlungen ihrerseits. Passt ihnen nur eine Kleinigkeit nicht oder man findet nicht die richtigen Worte, dann hören sie sofort auf oder wechseln zu einem anderen Verein“, so mehrere Funktionäre, die verständlicherweise nicht genannt werden wollen. Die fehlende Einstellung erkennt man nicht nur am Spieltag, sondern noch deutlicher im Trainingsbetrieb. „Der Trainingsfleiß lässt nach dem offiziellen Trainingsbeginn spürbar nach. Muss man mit nur fünf, sechs oder sieben Spielern trainieren, worunter natürlich in der Folge die willigen Mitspieler leiden. So ist es extrem schwierig, gezielt Grundlagen für eine erfolgreiche Ausbildung zu schaffen“, so die einhellige Meinung von zahlreichen Nachwuchstrainern. Diese Übungsleiter geben aber auch zu bedenken, dass auf der anderen Seite von den Jugendlichen inzwischen immer mehr gefordert wird. „Das achtstufige Gymnasium bringt einige Nachmittagsunterrichte mit und auch in der beruflichen Ausbildung sind die Jungs deutlich mehr gefordert, wie in früheren Jahren. Folglich bleibt das Hobby auf der Strecke“, geben diese Trainer auch zu bedenken, was aber nach deren Meinung nur bedingt zutrifft: „Kurioserweise sind genau jene Spieler, die in Beruf und Schule schon in jungen Jahren gefordert sind, auch fast immer im Training – was wiederum deren Ehrgeiz und Einstellung belegt – wahrscheinlich auch in der Schule und im Beruf“.
Bis zu Beginn der Winterpause wurden alleine im Kreis Augsburg zwei Frauen-Mannschaften, fünf Mädchen-Teams und 36 Junioren-Mannschaften abgemeldet. Im Einzelnen sind dies: Frauen (2): SC Ried, SG Kissinger SC (Kreisliga I und II). Mädchen (5): SV Ottmaring (U17-Kreisliga Augsburg II), SC Ried (U17-Mädchen Gruppe A2), FC Ehekirchen, TSV Pfersee (U15-Mädchen Kreisliga A2), FC Hochzoll II (U13-Mächen Gruppe A3). Junioren (36): JFG Hagenau (U19-Kreisliga Augsburg), JFG Wittelsbacher Land II (U19-Gruppe A3), DJK Augsburg-West, ESV Augsburg, TSV Meitingen II (alle U19-Gruppe A2), JFG Ehekirchen/Pöttmes II, FC Rennertshofen (U17-Gruppe A4), JFG Rain/Burgheim III (U17-Gruppe A3), SSV Margertshausen (U17-Kreisklasse A1), JFG Lohwald II, JFG Augsburg-West II (U17-Gruppe A5), TSV Firnhaberau (U17-Gruppe A1), VfR Neuburg, SV Steingriff II (U15-Gruppe A7), JFG Rain/Burgheim II (U15-Gruppe A6), TSG Hochzoll (U15-Gruppe A1), SV Mering II (U15-Gruppe A5), SG FC Haunstetten (U15-Gruppe A3), JFG Holzwinkel II (U15-Gruppe A2), SV Feldheim II (U13-Gruppe A6), JFG Augsburg-West IV (U13-Gruppe A11), TSG Hochzoll II, Post SV Augsburg II (Beide U13-Gruppe A2), Stadtwerke SV Augsburg (U11-Gruppe A5), TSG Hochzoll II (U11b-Gruppe A8), ESV Augsburg II (U11b-Gruppe A9), TSV Dasing II (U11b-Gruppe Ost 2), SSV Alsmoos/Petersdorf II (U11b-Gruppe Ost 3), TSV Merching III (U11c-Gruppe Ost 1), TSG Augsburg, Stadtwerke SV Augsburg (beide U9-Gruppe A5), DJK Augsburg-West II (U9b-Gruppe A8), SV Ottmaring II (U9b-Gruppe Ost 4), VfL Westendorf II (U9b-Nordwest 1), SV Gablingen II (U9b-Gruppe Nordwest 2), TSV Hollenbach III (U9c-Gruppe Ost 2).
Weitere Teams aus der Region stehen kurz vor dem Ausscheiden, denn sie konnten im Verlauf der Vorrunde bereits zweimal nicht antreten. Gemäß Spielordnung des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) müssen die zuständigen Spielleiter diese Mannschaften wegen „Wettbewerbsverzerrung“ aus der Wertung nehmen, wenn sie zum dritten Mal nicht antreten. Dies ist bereits den U11-Junioren des VfR Neuburg in der Gruppe Nord III unterlaufen, denn sie konnten von acht Spielen der Herbstrunde drei Mal keine Truppe aufbieten. Selbst im Herren-Bereich kämpfen regionale Klubs mit dem immer größer werdenden Spielermangel. So mussten im nicht aufstiegsberechtigten Reserve-Spielbetrieb der SV Echsheim, SV Sinning, SV Klingsmoos und der SV Waidhofen Spiele mit 0:X verloren geben, da sie auswärts nicht antreten konnten. Einige Vereine einigen sich bei Personalmangel auch kurzfristig auf eine Spielverlegung, wobei hier der Spielleiter mitspielen muss. Im Normalfall gilt es eine Zehn-Tages-Frist einzuhalten.
Diese Entwicklung macht auch vor der Herren Bezirksliga Schwaben Nord – die Rede ist hier von ersten Herren-Mannschaften (!) – keinen Halt. Am 16. Spieltag (11. November 2011) konnte der VfR Jettingen keine Elf aufbieten und musste sein Punktspiel beim FC Donauwörth kurzfristig absagen. Im Vorjahr passierte dem Bezirksoberligisten TSV Rain II das gleiche Malheur am ersten Spieltag, als man beim FC Memmingen II hätte spielen sollen. Die Zeiten für den Amateur-Fußball werden sicherlich nicht einfacher. Mannschaftsrückziehungen und Spielabsagen sind auch mit nicht unerheblichen Kosten vonseiten der Sportgerichte und Verbandes (Finanzordnung) verbunden, was die betroffenen Vereine sozusagen gleich doppelt trifft. Ein Spielausfall kostet 70 Euro (die Höhe orientiert sich auch an der Altersgruppe), eine Abmeldung einer Mannschaft vom Spielbetrieb 170 Euro (Herren), 100 Euro (Junioren-Großfeld) und 60 Euro (Junioren-Kleinfeld).
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TSV Rain befasst sich mit der Regionalliga (29.11./22:26) Bayernligist prüft die Auflagen des Verbandes / „BiG“ sieht sich auf Kurs / SV Straß sucht Trainer
Mit 34 Punkten belegt der TSV Rain zur Winterpause in der Fußball-Bayernliga einen hervorragenden siebten Tabellenplatz. Somit ist die Möglichkeit zur sportlichen Qualifikation zur Regionalliga Bayern aktuell sehr hoch. Nach einem verkorksten Saisonstart kam die Truppe von Trainer Tobias Luderschmid und seinem Assistenten Karl Schreitmüller immer besser auf Touren. Erfreulich dabei, dass man neben den 19 Heimpunkten auch 15 Auswärtszähler einsammeln konnte; was in den Vorjahren nicht der Fall war. Vier Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen hieven den TSV sogar auf Rang vier der Auswärtstabelle. In der Vorsaison konnten in 17 Begegnungen gerade Mal acht Auswärtspunkte geholt werden. Generell scheint es besser als im Vorjahr zu laufen, denn im Mai 2011 schloss man die Bayernliga-Saison 2010/11 unter Trainer Kurt Kowarz mit 44 Punkten ab; also fehlen aktuell noch zehn Punkte, um besser wie im Vorjahr zu sein. Zwölf Spiele stehen noch aus.
Zurück zur Aktualität: Der neue Trainer Tobias Luderschmid bewertet die aktuellen absolvierten Pflichtspiele wie folgt: „Wir haben mehr erreicht, als man uns zugetraut hat. Schon vor Saisonbeginn habe ich eine gewisse Zeit eingefordert, um nach dem großen Umbruch die neuen und jungen Spieler an das Niveau heranzuführen. Inzwischen ist dies geschehen und wir sind zu einer richtigen Einheit zusammengewachsen. Trotz einiger personeller Ausfälle konnten wir unsere Leitungen stabilisieren, was sich in Platz sieben niederschlägt“. Der junge Übungsleiter sieht aber noch reichlich Potenzial nach oben, denn er hofft auch darauf, dass sich einige Spieler noch weiterentwickeln werden; er traut es ihnen jedenfalls bei entsprechender Einstellung und Engagement zu. Der 30-jährige Feldheimer relativiert aber auch die Leistungen im Vergleich zu anderen Teams, denn er sieht in der Bayernliga keine Übermannschaft: „Gegen uns war kein Gegner deutlich besser wie wir. Und richtig guten Fußball hat auch niemand gespielt“. In personeller Hinsicht wird während der Winterpause den TSV Rain niemand verlassen; zumindest ist dem ehrgeizigen Trainer derzeit nichts bekannt. Aber ein Neuzugang steht jetzt schon fest: David Englisch wird den Bayernliga-Kader verstärken. „David ist Jahrgang 1993, wohnt in Herbertshofen und war zuletzt eineinhalb Jahre bei Dynamo Dresden im Fußball-Internat. Jetzt hat ihn das Heimweh gepackt und er hat neben anderen Vereinen auch mit uns trainiert und sich auch für uns entschieden“. Den 18-jährigen Linksfuß, der in der Defensive oder im Mittelfeld auf der linken Seite eingesetzt werden kann, kennt Luderschmid noch aus seiner Zeit als DFBStützpunkttrainer. Damals kickte er beim TSV Meitingen und anschließend drei Jahre beim FC Augsburg, ehe er nach Dresden ging. Über seine eigene Zukunft muss sich Tobias Luderschmid diesen Winter keine Gedanken machen, denn er besitzt einen Zwei-Jahres-Vertrag, das heißt, dass er bis zum Sommer 2013 Planungssicherheit hat.
Vorgaben genau prüfen Angesprochen auf die durchaus mögliche sportliche Qualifikation für die im Sommer neu eingeführte Regionalliga-Bayern, sieht er hier momentan schon die Zeit gekommen, um sich Gedanken zu machen. Dies sehen auch die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Anton Fuchs und dem Sportlichen Leiter Günther Reichherzer so. „Wir werden die Vorgaben des Bayerischen Fußball-Verbandes genau studieren und dann entscheiden, ob wir auch die infrastrukturellen und sonstigen Auflagen neben der sportlichen Qualifikation erfüllen können. Natürlich ist dies auch mit einem finanziellen Mehraufwand verbunden, was wir mit unserem Hauptsponsor, der Firma Dehner, auch besprechen müssen. Nach einer ersten oberflächlichen Sichtung der Unterlagen erscheint die Regionalliga für den TSV machbar zu sein. Aber jetzt heißt es erst einmal den Katalog genau zu prüfen. Dann werden wir entscheiden“.
In der Bezirksliga Schwaben Nord ist der BSV Berg im Gau auf „Kurs“. Nach dem wichtigen 5:3-Erfolg beim Mitkonkurrenten TSV Burgau konnte „BiG“ den siebten Platz festigen. Bedingt durch die Ligareform – Einführung der Regionalliga Bayern und Änderung des Unterbaus – gibt es Verschiebungen bis auf Bezirksebene. Dieser siebte Platz in der Bezirksliga Nord berechtigt für die direkte Qualifikation für die im Sommer ebenfalls neu installierte Bezirks(ober)liga. BSVVorstand Manfred „Mambo“ Knöferl: „Wir sind mit Abschluss der Vorrunde im Soll. Wir haben uns vorgestellt, dass wir um diesen siebten Platz mitspielen können, wenn alle Akteure voll mitziehen“. Dies war nach den gewichtigen Abgängen vor Saisonbeginn (Stammtorhüter Helmut Seel, Defensivass Manfred Kaiser und Mittelfeldstratege Daniel Marx) nicht unbedingt zu erwarten. Doch die „intakte Mannschaft hat auch dies weggesteckt und sich prächtig verkauft“. Knöferl: „Wir sind eine richtige Mannschaft. Mit der Ernennung von Tobias Nabe zum Spielführer hat auch er noch einen kleinen Schub bekommen, was für uns alle nur förderlich war. 19 Tore sprechen für sich“. Zufrieden ist der Vereinschef auch mit den Neuzugängen. Der gestandene Hubert Zotz (25 Jahre jung), der Ex-Steingriffer Sebastian Kraus (19) sowie die Kicker aus dem eigenen Nachwuchs bringen sich ein und ziehen mit an einem Strang. Nicht ganz zufrieden war Knöferl mit einigen „Ausrutschern“: „In den Spielen gegen Lechhausen, Aindling II und Ettenbeuren hätten wir sicherlich besser abschneiden können, doch dafür haben wir wieder andere Spiele gewonnen, wo wir das nicht unbedingt erwartet hatten“.
Nicht ganz so rosig ist die Situation bei den beiden anderen Landkreisvertretern in der Bezirksliga Nord. Die DJK Langenmosen konnte am vergangenen Sonntag ein respektables 2:2 gegen den Spitzenreiter SC Ichenhausen erreichen und dadurch seinen Punktestand auf 24 Zähler erhöhen. Damit stehen sie auf Rang zehn und haben auf den relevanten Platz sieben – den pikanterweise der Erzrivale BSV Berg im Gau innehat – fünf Punkte Rückstand. Ein Rückstand, der durchaus zu schaffen ist und Anlass zur Hoffnung gibt. Allerdings muss Trainer Ludwig Kellner seiner Truppe etwas mehr Konstanz eintrichtern, denn die Leistungsschwankungen in der Vorrunde müssen abgestellt werden. Sechs Absteiger
Dann wäre noch der TSV Burgheim, der mit 17 Punkten auf einen direkten Abstiegsplatz überwintert. Hier dürfte die direkte Qualifikation kein Thema mehr sein. Man wird im Burgheimer Lager schon froh sein, wenn man den Sprung über den berühmten Strich schaffen würde und die harte Mühle der Qualifikation antreten könnte. Bekanntlich können die sechs Klubs zwischen Rang acht und 13 noch drei weitere „Aufsteiger“ in einer Relegation (Hin- und Rückspiel mit Europacup-Regelung) unter sich ausmachen. Momentan haben die Männer von Trainer Bernd Meier drei Punkte auf Rang 13 (SpVgg Wiesenbach) Rückstand. Generell sind in der Winterpause zahlreiche personelle Nachbesserungen zu erwarten, denn schön langsam wird den 16 Bezirksligisten klar, dass sechs Vereine in der neuen Saison in der Kreisliga spielen werden.
Heißer Abstiegskampf In der Kreisliga Ost leistete sich der souveräne Tabellenführer VfR Neuburg im letzten Spiel des Jahres eine 0:3-Heimpleite, die ihm nicht sonderlich schmerzen, aber den Verfolgern wieder etwas Hoffnung bescheren wird. Zehn Punkte haben der BC Adelzhausen und der BC Rinnenthal (je 31 Punkte) Rückstand, die es in noch elf auszutragenden Spielen aufzuholen gilt. Ärgerlich ist für die Verfolger dieses Jahr, dass der Tabellenzweite keine Chance hat, um über die Relegation den Sprung in die Bezirksliga zu schaffen. Hochspannung herrscht im Abstiegskampf, wo sehr wahrscheinlich fünf Teams die drei Absteiger unter sich ausmachen werden. Die schlechteren Karten haben momentan der SC Mühlried (10 Punkte), der SV Klingsmoos (13) und die TSG Untermaxfeld (13). Zittern werden der BSV Neuburg (17), der SV Münster (17) und vielleicht auch noch der BC Aichach II (19). Für eine Lachnummer sorgte am finalen Spieltag des Jahres der SC Biberbach, der wegen Unbespielbarkeit des Platzes das Heimspiel gegen den BC Aichach II absagte. Aufgrund der Wetterlage der letzten Tage und Wochen kann man diese Begründung beim besten Willen nicht glauben – zumal auch alle anderen Spiele in der Umgebung stattfanden. Man muss sicherlich kein Schelm sein, wenn man in seinen Überlegungen die zuletzt vier erlittenen Niederlagen ins Kalkül zieht. Vielerorts wurde diskutiert und ist einhellig zu der Meinung gekommen, dass der Verband unbedingt reagieren muss und die Regelung in der Spielordnung betreffend Spielabsagen ändern muss. Einen für Schiedsrichterin Sabrina Hüttmann aus Villenbach unschönen Vorfall gab es im prestigeträchtigen Lokalderby zwischen dem SV Thierhaupten und dem SV Münster. Mitte der zweiten Halbzeit landete ein Schuss in ihrem Gesicht, worauf sie die Begegnung sofort unterbrach. SVT-Betreuer(legende) Jones Schreier eilte sofort auf das Spielfeld unter versorgte die blutende Nase. Nach wenigen Minuten ging es dann wieder weiter. Sabrina lieferte eine starke Leistung ab und brachte das nicht immer leicht zu leitende Derby auch mit einer roten Nase sicher über die Runden.
Tendenz zu einem Trainer an der Seitenlinie Nach der für Außenstehende überraschenden Vertragsauflösung zwischen dem Neuburger Kreisklassisten SV Straß und seinem Spielertrainer Thomas Nöbel (wir berichteten) meldete sich nun auch SVS-Abteilungsleiter Bruno Tregnaghi zu Wort: „Es hat mich gestört, dass ich lesen musste, ich sei nicht erreichbar gewesen. Hier könnte man den Eindruck gewinnen, dass ich mich vor irgendwelchen Fragen drücken wollte. So ist es definitiv nicht, denn ich war ganz einfach mit anderen wichtigen Dingen beschäftigt und somit auch nicht zuhause“. Diese Darstellung nimmt man dem Sportsmann Tregnaghi auch ab, denn in der Vergangenheit hat er sich stets zu allen Fragen geäußert. Im Fall Nöbel merkte er noch kritisch an, dass man mit der ersten Mannschaft sicherlich nicht zwölf Wochen lang nur einmal am Freitagabend trainiert hat. „Aufgrund von abwesenden und verletzten Spielern wäre eine zweite Trainingseinheit gar nicht möglich gewesen. Ich denke es waren letztendlich nicht einmal fünf Wochen“. Zudem bestätigte Tregnaghi, dass man mit Nöbel ein gutes, ehrliches und konstruktives einstündiges Gespräch geführt hat. „Wir haben Positives und Negatives der Zusammenarbeit gegenübergestellt. Am Ende ist man dann zu der Folgerung gekommen, dass es wohl besser ist, wenn man den Vertrag im beiderseitigen Einvernehmen sofort auflöst, was auch geschehen ist“, so der Funktionär. Für Tregnaghi ist dieses Thema jetzt auch beendet und er will absolut keine „schmutzige Wäsche“ im Nachhinein waschen oder irgendetwas Schlechtes hören. Er konzentriert sich jetzt vielmehr auf die anstehende Trainersuche. „Im Vorjahr war ich noch Befürworter für einen Spielertrainer, wovon ich jetzt aber abgekommen bin. Ich tendiere momentan zu einem Trainer an der Seitenlinie, der nötige Korrekturen früher erkennen und auch veranlassen kann“, so Tregnaghi. Er erteilte den kursierenden Gerüchten um eine Verpflichtung von Deniz Samsa, Andreas Behr oder anderen Kandidaten somit eine klare Absage. Aufgrund der großen Verletztenmisere hat der Abteilungsvordere auch alle Einladungen zu Hallenturnieren abgesagt. „Wir müssen uns jetzt zwei, drei Monate auskurieren und ausruhen, um dann mit einem neuen Trainer eine deutlich bessere Rückrunde spielen“. Über personelle Veränderungen im Kader, gemeint sind Zu- und Abgänge, hat sich Bruno Tregnaghi noch nicht viele Gedanken gemacht. Hinsichtlich möglicher Abgänge entgegnete er: „Man sagt doch nicht für eine halbe Saison zu. Und nachdem sich noch niemand bei mir gemeldet hat, gehe ich davon aus, dass uns kein Spieler verlassen wird“.
Lange Gesichter gab es am Sonntag gegen 15.45 Uhr in Feldkirchen. Die erste Mannschaft unterlag im B-Klassen-Nachholspiel gegen die mit drei Spielern aus der Kampfmannschaft verstärkte zweite Mannschaft des SC Mühlried und hat somit die Möglichkeit versemmelt, sich mit einem weiteren Dreier doch noch ins Rennen um den dritten Aufstiegsplatz einzubringen. Mit elf Punkten Rückstand – allerdings bei einem Spiel weniger – dürfte dieser Zug abgefahren sein. Gleiches gilt auch für die Reserve der TSG Untermaxfeld, die etwas überraschend klar mit 1:4 das Nachholspiel gegen den TSV Pöttmes II verloren hat. Die Mösler hängen dem Tabellendritten satte zehn Punkte nach; für die Pöttmeser Reservisten es sieben Zähler.
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