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Schiedsrichter:
„Ein Hobby fürs Leben“ (17.02./07:44) Neulingslehrgang der Schiedsrichtergruppe Neuburg steht an
Heute in drei Wochen soll der diesjährige Neulingslehrgang der Schiedsrichtergruppe Neuburg beginnen. Die Verantwortlichen haben dazu große Anstrengungen unternommen, um möglichst viele Teilnehmer für dieses reizvolle und wichtige Amt zu gewinnen. Doch die Resonanz vonseiten der Vereine aus dem Zuständigkeitsbereich der Gruppe Neuburg lässt bisher schwer zu wünschen übrig. „Nur sechs Kandidaten wurden uns bis jetzt namentlich gemeldet“, sagt Marietta Menner, die Lehrwartin der Gruppe, die natürlich über die aktuelle Teilnehmerzahl sehr enttäuscht ist. „Es ist zwar noch etwas Zeit, aber ich bin nicht sehr optimistisch, dass es noch recht viel mehr Teilnehmer werden“, so die 25-jährige Bezirksoberliga-Schiedsrichterin, die sich aber gerne positiv überraschen lässt. Sie berichtete auch, dass noch der eine oder andere Verein mit der namentlichen Meldung zögert, aber „Wasserstandsmeldungen“ per eMail abgibt. „Vielleicht kommen ja noch fünf, sechs oder sieben Teilnehmer“, so Menner, die zusammen mit ihrem Stellvertreter Stephan Andraschko den Lehrgang leiten wird. Dabei hat sich die Gruppe Neuburg einiges einfallen lassen, um möglichst viele Interessierte zu überzeugen. So wurden neben Einladungen per eMail, auch noch aussagekräftige und informative Flyer erstellt. „Wir haben im Weihnachtsturnier die Unterlagen, Flyer und Plakate an alle anwesenden Vereine verteilt, doch leider sind die Rückmeldungen sehr dürftig“, gesteht Marietta Menner. Nun hofft die Studentin für Lehramt noch auf einige Meldungen kurz vor Beginn des Neulingslehrganges. Dieser startet in stark verkürzter Form am Freitag, den 9. März, im Sportheim des SV Straß. Von 18.30 Uhr bis 21.30 Uhr werden die ersten Regeln intensiv vermittelt. Am Samstag, 10. März, geht der Kurz-Lehrgang von acht Uhr bis 16.30 Uhr weiter, ehe am Sonntag, 11. März (10 Uhr), gleich die Prüfung abgenommen wird. Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Mindestalter von 14 Jahren, man muss Mitglied in einem Fußballverein sein und Einsatzbereitschaft zeigten. Marietta Menner stellt auch gleich die Vorteile der Schiedsrichterei heraus: „Es bringt jeden in Sachen Persönlichkeitsbildung enorm weiter und erweitert den Blickwinkel. Zudem betreuen wir alle Teilnehmer bei ihren ersten Einsätzen und geben Hilfestellungen. Talentierte und ehrgeizige Kameraden werden dann auch gefördert und können innerhalb kürzester Zeit in den Leistungsklassen eingesetzt werden. Es ist ein Hobby fürs Leben“. Hinzuzufügen ist auch, dass geprüfte Schiedsrichter jedes Fußballspiel im Geltungsbereich des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kostenlos ansehen können; also auch Bundesliga-, Europapokal- und Länderspiele. Auch Mädchen und Frauen sind herzlich willkommen. Anmeldungen für den anstehenden Neulingslehrgang nimmt Marietta Menner (Handy 0151-123 345 79), Stephan Andraschko (Handy 0176-648 988 86) oder Obmann Paul Birkmeir (Handy 0160-909 913 38) entgegen. Auch unter der E-Mail-Adresse info@srg-neuburg.de erreichen. <
Obmann Paul Birkmeir blickt zurück (15.02./11:04) Schiedsrichtergruppe Neuburg leitete im Vorjahr 3402 Spiele / 14 Referees verloren / Probleme bei der Nachwuchsgewinnung
Anfang Februar lud Neuburgs Schiedsrichter-Obmann Paul Birkmeir zur ersten Monatsversammlung im neuen Jahr. 62 Schiedsrichter folgten seiner Einladung und konnten dabei einen ausführlichen Rückblick auf das vergangene Jahr hören und sehen. Zehn Monatsversammlungen wurden von der Gruppenführung angeboten, wobei im Vergleich zum Vorjahr hinsichtlich der Beteiligung ein leichter Auswärtstrend festzustellen war. Mit durchschnittlich 80 Teilnehmern ist man allerdings nicht zufrieden. Im gesellschaftlichen Bereich wurden von Vergnügungswart Rudi Kaes einige gemeinsame Essen, wie das traditionelle Spargel- oder Fischessen angeboten. Ein besonderes Event war der Gruppenausflug in die niederländische Hauptstadt Amsterdam, an dem 50 Personen teilnehmen. Dieser von Ehrenobmann Jürgen Roth hervorragend organisierter Drei-Tages-Trip machte Vorfreude auf die diesjährige Prag-Fahrt. Anfang des Jahres fand das alljährliche Trainingslager in Bliensbach statt. Hier wurden die Schiedsrichter von Fredi Winhard und Günther Reichherzer körperlich für die Rückrunde fit gemacht. Die Regelarbeit erledigten der damalige Lehrwart Paul Birkmeir sowie seine Stellvertreterin Marietta Menner. Zwei weitere Highlights hatten mit dem 60-jährigen Jubiläum der Gruppe Neuburg zu tun. Zum einen wurde das Bezirkspokalturnier des Bezirk Schwabens auf der Sportanlage des FC Zell/Bruck ausgetragen, an dem die eigene Mannschaft den sechsten von zehn Plätzen belegte. Sieger wurde die benachbarte Gruppe Ostschwaben. Des Weiteren lud die Schiedsrichtergruppe Neuburg im November alle Vereine aus deren Zuständigkeitsbereich sowie Funktionäre des Bayerischen Fußball-Verbandes zu einem Festabend in den Daferner-Saal nach Schönesberg ein. Im Rahmen des Festabends gab es Ehrungen für das Gründungsmitglied Ewald Andexinger sowie den Ehrenmitglieder Xaver Habermeier und Eduard Mogl. Abgeschlossen wurde das Jahr 2011 mit dem traditionellen Weihnachtsturnier in der Neuburger Ostendhalle. Turniersieger wurde die DJK Langenmosen, gefolgt vom TSV Burgheim. Während dieses Hallenturniers wurden wieder der beste Verein und der beste Schiedsrichter des Jahres gewählt. Ausgezeichnet wurden der SC Rohrenfels und Patrick Krettek vom BSV Neuburg.
Neues im Regelwerk Weitergeführt wurde die jüngste Februar-Versammlung mit Regelarbeit. Marietta Menner gab zunächst Hinweise, die ab der Rückrunde in allen Spielklassen Geltung haben. Der Verband stellt nun für das Verfassen von Meldungen gesonderte Formulare zur Verfügung, die ab sofort immer genutzt werden müssen. Eine weitere kleine Änderung gibt es im Bereich der Detailspielberechtigung. Hier gibt es nun einen neuen Ausdruck für die Vereine, auf dem explizit angegeben ist, bis wann ein Spieler mit dieser Online-Spielberechtigung spielen kann. Abschließend wurde ein Regeltest bearbeitet und anschließend zusammen verbessert. Dann hatte wieder Obmann Paul Birkmeir das Wort, der seinen Kollegen einige interessante Statistiken zeigte. Insgesamt wurden letztes Jahr 3402 Spiele von Neuburger Schiedsrichtern geleitet. Das ist leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (3433). Die meisten Einsätze im Jahr 2011 hatte Einteiler Rudi Kaes, der oft kurzfristig für verhinderte Kameraden einspringen musste und somit 98 Spielleitungen vorzuweisen hatte. Auf die weiteren Plätze folgten Marcel Riedl (84), Udo Hammerer (81), Marietta Menner (80) und Florian Stöckl (79). Auffällig ist hier, dass unter den Top Fünf vier qualifizierte Regelhüter (Bezirksliga, Bezirksoberliga) vertreten sind. Die Statistik belegt, dass zehn Neuburger Schiedsrichter 25 Prozent aller Spiele leiten. 27 Unparteiische sind für 50 Prozent aller 3402 Spiele verantwortlich.
Die Vereine mit den meisten anrechenbaren Schiedsrichtern sind der FC Ehekirchen und der SC Rohrenfels mit jeweils 11 Unparteiischen, vor der SpVgg Unterstall/Joshofen und dem SV Wagenhofen (je 10). Gefolgt werden diese noch vom BSV Neuburg und dem SV Straß (je 8), der DJK Langenmosen und dem TSV Rain (je 7). Auf den weiteren Rängen folgen mit jeweils sechs anrechenbaren Referees der SC Ried, SV Thierhaupten, TSV Ober-/Unterhausen und der VfR Neuburg. Diese zehn Vereine haben insgesamt 96 Schiedsrichter zu vermelden, was eine Quote von über 50 Prozent der gesamten Anzahl an Schiedsrichtern bedeutet. Diese Kameraden leiten 53 Prozent aller 3402 Spiele. Hier ist auch anzumerken, dass es auch einige Vereine gibt, die keinen oder nur sehr wenige Referees stellen. Insgesamt angerechnet wurden in diesem Jahr 88 Schiedsrichtern. Das sind drei Unparteiische weniger als im Vorjahr. Sechs Kameraden verließen die Gruppe Neuburg, acht Schiedsrichter wurden wegen mangelndem Interesse von der Liste gestrichen. Zum Schluss seiner Präsentation wünschte sich Obmann Paul Birkmeir eine stärkere Mitarbeit der Vereine bei der Nachwuchsgewinnung. Bislang haben sich nur vier Personen für den im März beginnenden Lehrgang angemeldet. Einige Klubs haben auf die Ausschreibung nicht einmal geantwortet; was man sehr bedauert. Die letzte Amtshandlung in der ersten Monatsversammlung war sehr angenehm, denn Christian Eubel (SV Wagenhofen) wurde für seine zehnjährige Schiedsrichter-Tätigkeit mit Urkunde und Ehrennadel geehrt. <
Neuburger Regelhüter landen auf Rang drei (14.02./10:49) Schiedsrichtergruppe präsentiert beim Bezirks-Hallenfußballturnier in Schwabmünchen sehr gut
Vergangenen Samstag war es wieder soweit: Das Bezirkshallenturnier der zehn schwäbischen Schiedsrichtergruppen wurde in Schwabmünchen ausgetragen. Mit am Start war natürlich auch die Mannschaft der Gruppe Neuburg. In der Gruppe B trafen die Neuburger auf die Mannschaften der Gruppen Nordschwaben, Ostschwaben, Donau sowie Memmingen und erwischte einen guten Start in das Turnier. In einem torreichen Auftaktspiel setzte man sich gegen Nordschwaben mit 5:3 durch. Beim anschließenden 1:1 gegen Ostschwaben erzielte man zwar mit der Schlusssirene den Siegtreffer, welcher aber korrekterweise nicht anerkannt wurde, da der Freistoß ohne weitere Berührung direkt im Tor landete. Trotz Überzahlspiel kurz vor Schluss und vielen guten Torchancen, geht dieses Remis gegen den Lokalrivalen durchaus in Ordnung. Auch beim Vergleich mit der Gruppe Donau musste sich das Neuburger Team mit einem Punkt zufriedengeben. Aufgrund des unglücklichen Ausgleichtreffers in der letzten Spielsekunde trennte man sich hier 3:3. Somit war im letzten Spiel der Gruppenphase ein Sieg gegen die Mannschaft aus Memmingen notwendig, um das Ticket für das Halbfinale aus eigener Kraft lösen zu können. Nach einer engagierten Mannschaftsleistung stand am Schluss ein verdienter 6:2-Erfolg zu Buche und als Gruppenzweiter traf man im Semifinale mit der Gruppe Ostallgäu auf den souveränen Sieger der Gruppe A. Gegen den späteren Turniersieger musste sich das Team aus Neuburg klar mit 1:4 geschlagen geben. Die Mannschaft um den ehemaligen Regionalliga-Schiedsrichter Martin Vogler war mit drei höherklassigen Fußballern in ihren Reihen an diesem Nachmittag einfach zu stark. Sie setzten sich auch im Finale verdient gegen die Truppe aus Kempten durch. Im Siebenmeterschießen um Platz drei konnte sich die Gruppe Neuburg gegen ihre Kameraden von der Gruppe Donau durchsetzen. Die Neuburger Verantwortlichen waren mit diesem dritten Platz in der Endabrechnung auch sehr zufrieden. Ebenso auch mit ihrem fairen und vorbildlichen Auftreten. Nach der von Bezirksschiedsrichterobmann (BSO) Jürgen Roth und Jürgen Warnck, Obmann der gastgebenden Gruppe Südschaben, durchgeführten Siegerehrung wurde das gemütliche Beisammensein genutzt, um sich mit den Kollegen den anderen Schiedsrichtergruppen auszutauschen. Nachdem man sich Ende Juni zum Sommer-Kleinfeldturnier wieder trifft, hoffen die Neuburger auf eine vielleicht noch bessere Platzierung. Vor einigen Jahren war man Seriensieger und warum sollte man an diesen Siegeszug nicht wieder anknüpfen? <
Jung-Schiedsrichter hinter Gittern (02.02./21:23) Neuburger Nachwuchs-Referees pfeifen Fußball-Hallenturnier in der JVA Neuburg-Herrenwörth
Vor kurzem fand in der Sporthalle der Jugend-Vollzugsanstalt (JVA) Neuburg-Herrenwörth unter den Augen von Anstaltsleiter Ernst Meier-Lämmermann und dem Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes, Anton Degenmeier, ein Hallen-Fußballturnier statt. An der Veranstaltung, die von den Bediensteten Fredi Winhard und Peter Liebelt organisiert wurde, nahmen acht Mannschaften mit insgesamt 48 Gefangenen teil. Jeder der vier Unterkunftsbereiche stellte dabei zwei Teams, wobei die Namensfindung der Kreativität der Inhaftierten selbst überlassen war. So spielten unter anderen die Mannschaften „Jamaica Gold“ und „Joga Bonita“ gegeneinander. Geleitet wurden die einzelnen Partien von den Neuburger Jung-Schiedsrichtern Patrick Höpfler und Tobias Winhard, die durch sehr gute Leistungen zu überzeugen wussten und damit großen Anteil an dem reibungslosen und äußerst fairen Turnierverlauf hatten. Während des vierstündigen Hallenturniers bedurfte es lediglich einer Verwarnung. Nach 17 umkämpften und teilweise sehenswerten Spielen standen sich die Mannschaften „FC Nankatsu“ und „Fuffy“ im Finale gegenüber, aus dem das letztgenannte Team als verdienter Turniersieger hervorging. (win)
Anton Degenmeier (Leiter des allgemeinen Vollzugsdienstes), Ernst Meier-Lämmermann (Anstaltsleiter), Tobias Winhard und Patrick Höpfler (Schiedsrichter), Fredi Winhard und Peter Liebelt (Sportlehrer) sowie im Hintergrund die Fußballspieler waren mit dem Ablauf des Hallenturniers zufrieden.
„Wehret den Anfängen“ (01.02./00:31) Schiedsrichtergruppe informiert beim SV Grasheim über Regeln, Neulingsgewinnung und Gewalt am Sportplatz
Am vergangenen Montagabend führte der SV Grasheim in Zusammenarbeit mit der Schiedsrichtergruppe Neuburg einen Informationsabend in seiner Vereinsgaststätte „Zum Karmann“ durch. Dazu kamen rund 45 Zuhörer, wobei die Spanne von der C-Mädchen-Mannschaft über die Herren-Mannschaft bis zu den Vereinsfunktionären reichte. Der Abend, der von Schiedsrichter-Obmann Paul Birkmeir geleitet wurde, gliederte sich grob in zwei Abschnitte. Im ersten Teil erläuterte Birkmeir anhand einer anschaulichen Power-Point-Präsentation die Stationen einer Schiedsrichterausbildung, ging auf Freud und Leid des Schiedsrichterdaseins ein und erläuterte den Zuhörern, warum es so wichtig für die Vereine und die Schiedsrichtergruppe ist, geeigneten Nachwuchs zu finden. Der zweite Teil begann mit zwei „Problemfällen“ aus der Fußballwelt. Dabei ging es um die sogenannte „Notbremse“ und die im Allgemeinen als „passiv“ bezeichnete Abseitsregel. Birkmeir, der zu beiden Regeln kurze Filmschnipsel aus Fußballspielen zeigte, bezog hier besonders die Zuhörer mit ein. Bei mehreren Befragten, wie sie als Schiedsrichter die jeweilige Situation einschätzen würden, ergaben sich erstaunlicher Weise genauso viele verschiedene Interpretationen. Birkmeir wollte damit verdeutlichen, wie schwierig es teilweise für die Schiedsrichter ist, in Sekundenbruchteilen und ohne die Hilfe von Zeitlupe und Standbild, die richtige Entscheidung zu treffen. Den Abschluss des informativen und launigen Vortrages bildete das Thema „Gewalt am Sportplatz“. Hier appellierte Birkmeir „Wehret den Anfängen“. Denn dieses Thema, so Birkmeir, geht uns alle an. Hier sind sowohl die Spieler, die Zuschauer, die Trainer und auch die Schiedsrichter gefordert. Nur gemeinsam kann man Gewalt am Sportplatz verhindern. Nach einer angeregten Diskussion über zahlreiche weitere Aspekte des Fußballs ging dieser Abend schließlich zu Ende. Schade war nur, dass kein einziger Spieler der JFG Donaumoos den Weg nach Grasheim gefunden hatte. Auch wenn nicht sicher ist, ob nach diesem Abend die Schiedsrichtergruppe Neuburg ein neues Mitglied gewinnen konnte, so war dieser Informationsabend ein Gewinn für beide Seiten. <
Ein echter „Mann der Basis“ (08.09./22:16) Der Neuburger Schiedsrichter Franz Bauer feierte seinen 80. Geburtstag
Bei den aktuell aktiven Fußballern der Region wird er nicht allzu bekannt sein, den Vertretern der etwas älteren Generation sowie den Fußball-Experten jedoch sehr wohl. Die Rede ist von Franz Bauer, der gestern seinen 80. Geburtstag bei guter Gesundheit feierte. Franz Bauer ist durch und durch ein Fußballer. In jungen Jahren begann er eigentlich beim VfR Neuburg seine aktive Karriere, schloss sich dann aber bald dem damals existierenden FC Heinrichsheim an, wo er einige Jahre kickte. Als man den FCH Mitte der 50er Jahre dann wieder auflöste, schloss er sich am 1. August 1956 (!) der damaligen attraktiven Firmen-Mannschaft Böcker-Sportverein, dem heutigen BSV Neuburg, an. Seither schlägt sein Herz für den BSV. Nach dem er seine aktive Laufbahn als Spieler relativ früh beendet hatte, entschloss er sich im März 1972 – nach einigen Jahren des Nichtstuns – die Schiedsrichterprüfung abzulegen. Schnell fand er sich in dieser besonderen Facette des Fußballs zurecht und erwarb sich aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner kameradschaftlichen, ehrlichen und aufrichtigen Art ein hohes Ansehen bei seinen Kameraden. Ehrenobmann Jürgen Roth bezeichnete Franz Bauer erst kürzlich als „ein Vorbild in jeder Beziehung“ und als einen „sehr ehrlichen und zuverlässigen Kameraden“. Der in Herrenwörth wohnende Bauer leitete von 1972 bis 2002 rund 1350 Spiele. Er erlangte in diesen 30 Jahren bei den regionalen Vereinen einen sehr guten Namen und war auch immer gern gesehen. Handfeste Skandale lieferte er nie. Sportlich fühlte er sich in den unteren Amateurklassen sehr wohl, was vielleicht auch der Grund war, dass er höherklassig als Hauptschiedsrichter nicht zum Einsatz kam. Anders sah es als Linienrichter aus. Viele Jahre war er bei Werner Czech, Hermann Kohl und Jürgen Roth ein unverzichtbarer Helfer an der Linie. „Auf den Franz hast du dich immer verlassen können. Seine ruhige und besonnene Art half bei hektischen und emotional geführten Spielen unwahrscheinlich. Er ist ein Kamerad, bei dem ich mich gerne an unsere gemeinsame Einsätze erinnere“, erzählt der Hermann Kohl. Franz Bauer selbst denkt gerne an das A-Jugend-Endspiel des Kreisjugendringes Neuburg-Schrobenhausen, wo sich am 29.07.1979 in Joshofen die SpVgg Unterstall/Joshofen und der SV Grasheim gegenüber standen. Trotz einer hart umkämpften Partie, schwierigen Entscheidungen und einem Sieger im Elfmeterschießen erhielt der überragende Schiedsrichter Franz Bauer Lob von allen Seiten. Generell fühlte und fühlt sich der Jubilar heute noch im Kreise seiner Kameraden und beim BSV Neuburg sehr wohl. Wenn möglich besucht er immer noch regelmäßig die monatlichen Pflichtversammlungen oder beobachtet Fußballspiele und (junge) Schiedsrichter in der näheren Umgebung von Neuburg. Natürlich erhielt Franz Bauer auch einige Ehrungen. Herausragend sind sicherlich die Sportplakette der Stadt Neuburg (1988) und das Verbandsehrenzeichen in Gold (2007). Mit 1350 Spielleitungen zählt er auch zum „Club der Eintausender“, dem aktuell nur 19 Neuburger Regelhüter angehören. Herzlichen Glückwunsch.
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